Erster Namensbeleg in Loschwitz ist der Geburtsname der Besitzerin der Erbschänke von 1848, Auguste Friedericke Henriette Beuchel, geb. Demnitz.
Ihr Mann der Fleischer Friedrich August Beuchel war bis 1844 Eigentümer und starb 1848.
Die Witwe verpachtete das Grundstück an Ihren Bruder, Friedrich Ernst Demnitz.
Mit Ihm begann die legendäre Glanzzeit der Gastwirtschaft mit Tanzboden, Stallungen und Biergarten als Gasthof Demnitz.

1864 wurde durch den Baumeister Theodor Lehnert ein Neubau eines Gasthofgebäudes mit Tanzsaal geplant. Es fand ein regelmäßiger Stammtisch statt, der Loschwitz-Klamm genannt wurde.
Später übernahm der Sohn Ernst Gustav den elterlichen Betrieb. Durch die finanzielle Lage des Betriebes wurde es möglich, einen Hotelkomplex zu bauen. Dieser wurde 1881 fertig gestellt.

Im neuen Haus standen Wintergarten, Gesellschaftszimmer, Gaststube, Kegelbahn und ein Ballsaal für bis zu 800 Personen zur Verfügung.
In den beiden Wohntürmen hatten 12 exzellente Hotelzimmer mit Elbblick Platz gefunden.
Im Sommer gab es viele große Konzerte, Tanz und Ballvergnügen. Im Saal mit großer Bühne boten beliebte Künstler aller Genres Ihre Auftritte dar.

Als am 15.07.1893 die Loschwitzer Brücke „das Blaue Wunder“ feierlich eingeweiht wurde flossen im Hotel Demnitz ebenso viele Flaschen Champagner wie das Bauwerk Stahlträger hat.
Leider starben Beide, Sohn und Vater, im Jahr 1893 kurz hintereinander und wurden auf dem Friedhof in Loschwitz beerdigt.

  • 1894 übernahm Hotelier Carl Otto Fugmann alle Bauten samt Inventar
  • 1897 erwarb Carl Emil Pötzsch das Objekt
  • 1906 mit seinem neuen Besitzer Hermann Fischer
  • 1920 Erwin Harazim und Frau Helene geb. Winter
  • 1937 der gesamte Komplex fiel an die Spar- und Kreditbank GmbH Dresden
  • 1938 Hoch- und Tiefbau Firma Metze & Leiterer / komplette Renovierung und Umbau des Objekts, es entwickelte sich zur gehobenen Gastronomie
  • 1943 wurde es als Reservelazaret während der Kriegszeit genutzt
  • 1949 Staatliche Handelsorganisation (HO) / der Saal wurde vor Allem von Dresdner Tanzschulen genutzt, die die beliebten Tanzstundenbälle organisierten
  • 1960 verfiel das Objekt zunehmend und mehrere Teile schlossen
  • 1975 Nutzung als Wohnheim für Studenten der Ingenieurshochschule Dresden
  • 1979 Handwerkskammer Dresden / Saal war ein Lagerraum und lediglich der Garten diente der Gastronomie

Bis 1995 verfiel das Objekt. 2005-2020 W.O.K. Gastronomie und Catering GmbH & Co. KG Bewirtschaftung des Biergartens. 2005 unterschrieb die W.O.K. den Mietvertrag für das Restaurant „Elbegarten“ und wird zeitnah eröffnen.

Quelle: Loschwitz, Illustrierte Ortsgeschichte,
Matthias Griebel